Herber Dämpfer nach gutem Beginn

HTV 1 : VGE 1 – 2:3 (25:17; 25:21; 20:25; 22:25; 11:15)

Es war eigentlich ein Start nach Maß in den zweiten Heimspieltag der Saison, alles war für das Spitzenspiel zwischen dem Ersten und Zweiten hergerichtet. Unterstützt durch leichte Fehler des Tabellenführers aus Elmshorn konnten die Jungs relativ ungefährdet den ersten Satz holen, fast schon ein wenig überraschend. Aber auch im zweiten Satz war es ein Spiel auf hohem Niveau mit vielen schönen (Schnell-)Angriffen auf beiden Seiten, bis zum Schluss blieb es ausgeglichen und spannend, beide Teams ließen den Gegner immer wieder herankommen. In der crunchtime des 2. Satzes konnte sich der HTV dann aber schließlich doch noch absetzen und holte sich den Durchgang mit 25:21. Und damit fing alles an…

Offenbar wog man sich bereits in Sicherheit und dachte, das Spitzenspiel bereits für sich entschieden zu haben. Anders lässt sich der 0:8-Rückstand zu Beginn des 3. Satzes einfach nicht erklären. Fahrig in der Annahme, unsicher im Angriff und inkonsequent in der Feldabwehr machte man so den Gegner plötzlich (unnötig) stark. Trotz eines kleinen Comebacks zum Satzende, als man noch mal auf 4 Punkte heranrücken konnte, war der Satz nicht mehr zu holen, der Gegner war zu konstant.

Mit neuer Konzentration wollte man sich nun aber die drei Punkte im 4. Satz holen, es fehlte ja nicht mehr viel. Auch hier war es über weite Strecken ein ausgeglichener Satz auf hohem Niveau (der Begriff Spitzenspiel war sicher zutreffend), beide Teams waren stark im Sideout, nur in der Feldabwehr wirkte Elmshorn ein wenig sicherer, brachte einfach mehr Bälle wieder zurück. Das war dann möglicherweise auch der ausschlaggebende Punkt, mit drei Punkten Vorsprung holte sich VGE den Satzausgleich.

Aber unsere Jungs ließen sich trotzdem nicht entmutigen, warum denn auch? Schließlich hatte man drei sehr gute Sätze gezeigt, warum nicht auch einen guten 5.? Und der Tiebreak begann in der Tat vielversprechend, schnell ging man 2:0 in Führung und die Mannschaft wirkte wieder gefestigt, auch nach dem Seitenwechsel sah alles noch gut aus, bis zur Führung 10:8 für den HTV. Plötzlich verlor man buchstäblich den Faden, ohne ersichtlichen Grund wurden mehrere leichte Fehler gemacht, der Gegner so wieder aufgebaut und plötzlich war der Satz zu 11 verloren. Eine bittere Niederlage für die ambitionierten Volleyballer! Am Ende waren es exakt 103:103 Ballpunkte, dieses Spiel hätte letztendlich also eigentlich gar keinen Sieger verdient, aber Unentschieden gibt es im Volleyball ja nun leider nicht.


HTV 1 : VGFw 1 – 1:3 (25:27; 27:29; 25:18; 18:25)

Nach der bitteren Pleite im ersten Spiel waren natürlich alle ein bisschen geknickt, aber nicht weniger motiviert, es galt ja schließlich noch das zweite Heimspiel zu bestreiten! Gegen den Tabellenvorletzten aus Finkenwerder erhoffte man sich ein besseres Ergebnis, allerdings war die Tabellenposition trügerisch, VGFw hatte zu dem Zeitpunkt erst drei Spiele absolviert, unter anderem ebenfalls gegen den Ersten aus Elmshorn verloren, und unterschätzen sollte man Gegner sowieso niemals.

Zur Entlastung wurde zunächst das Zuspiel gewechselt, unser Neuzugang Philip Beck sollte frischen Wind ins Spiel bringen. Der gesamte erste Satz war ausgeglichen, sowohl was Fehler als auch was Punkte anging. Beide Mannschaften leisteten sich sowohl leichte Fehler als auch spektakuläre Angriffe und so ging der erste Satz nur denkbar knapp an die Gäste, ein erneuter Dämpfer. Aber unser Sport ist ja kurzweilig und viel kann passieren, also einfacher Mund abputzen und weiter!

Nur sollte es im zweiten Satz dann noch dramatischer zugehen, auch hier war es ein ständiges Hin und Her bis zum Schluss und niemand konnte sich absetzen. Hier hatte der HTV dann auch einen Satzball beim 26:25, konnte diesen jedoch nicht nutzen und gab den Satz dann leider mit 27:29 ab, mehr als ärgerlich. Trotzdem fühlte es sich nicht so an, als ob wir hilflos unterlegen waren, das Ergebnis zeigt es ja ganz deutlich. Also wurden noch mal alle Kräfte gesammelt, um dieses Mal selbst den 0:2-Satzrückstand noch zu drehen.

Die Wechselmöglichkeiten waren begrenzt, wir konnten nur die Außenpositionen und im Zuspiel wechseln, also versuchten wir es noch mal mit Eugen im Zuspiel. Jetzt ging es möglicherweise Finkenwerder wie uns im ersten Match des Tages, vielleicht hatten sie das Spiel schon abgehakt, jedenfalls konnten wir uns relativ souverän den 3. Satz holen und schöpften noch einmal Hoffnung. Allerdings waren diese nicht von langer Dauer, von Beginn an liefen wir im vierten Satz einem Rückstand hinterher und nun machten sich auch deutlich die Anstrengungen aus den vorangegangenen Sätzen bemerkbar. Es fehlte die Spritzigkeit, sich noch einmal aufzubäumen und so waren zwei Angriffsfehler zum Ende des Spiels symptomatisch für diesen Verlauf.

Eine enttäuschende Bilanz von einem Punkt aus zwei Heimspielen überschattet die bisher guten Ergebnisse. Trotz der spielerisch guten Leistung fehlte die Konstanz, um sich zu belohnen. Aber wir kommen wieder!

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