HTV Wanderung 2018

Wanderung in die Pfalz

Am 26. Mai machten sich 15 Wanderer auf, um von Hauenstein aus den Pfälzerwald zu erkunden. Nach langer Fahrt haben wir erstmal den Biergarten des Hotels erprobt und für gut befunden. An allen Tagen in dieser heißen Woche wurde dort bei Wein und Bier geklönt und die lauen Sommerabende genossen. Vorher konnten wir uns an dem reichhaltigen Buffet satt essen und Pfälzer Spezialitäten, wie den Saumagen, kosten.

Am Sonntag ging es dann los zu unserer ersten Wanderung, inklusive ausführlichem Rundgang durch das Schuhdorf Hauenstein. Es ist sicher ein Gerücht, dass wir eigentlich nur den Einstieg gesucht haben.
Als dieser gefunden war, konnten wir einen guten Eindruck davon gewinnen, was uns in den folgenden Tagen erwartet: steile Anstiege auf schmalen Waldwegen, belohnt durch schöne Ausblicke, viel Natur und bizarre Sandsteinfelsen. Diese erste Tour führte uns rund um Hauenstein, vorbei an dem Freibad – das mit einer Abkühlung lockte – bis zum Paddelweiher, wo eine schattige Einkehr wartete.

Die zweite Wanderung führte uns zum Teufelstisch, einen großen, an einen Tisch erinnernden Pilzfelsen. Der Sage nach hielt dort der Teufel sein Mahl. Höllisch heiß war es jedenfalls, so dass zu der Runde um den Teufelstisch keiner mehr zu motivieren war. Da haben wir uns viel lieber mit Eis und kühlen Getränken für die letzte Herausforderung gestärkt, den steilen Anstieg zum Bahnhof von Hinterweidenthal.

Am Dienstag sind wir von Erfweiler aus zur Hahnfelstour gestartet. Immer wieder begeistern uns auf den Touren Felsen, die plötzlich im Wald auftauchen und zu einem Fotostopp einladen. Sie werden aber auch zur Herausforderung, wenn sie auf schmalen Pfaden erklommen und umrundet werden müssen. Erstes Etappenziel war die Schänke der Burganlage Altdahn. Von dort ging es über den Hahnfels zurück nach Erfweiler.

Am Mittwoch stand der Hauensteiner Schusterpfad auf dem Programm – einer der Premiumwege. Zum Glück sind die Wege sehr gut ausgebaut und ausgeschildert, so dass Verlaufen eigentlich nicht möglich ist.  Da ist es auch nicht schlimm, dass uns unser Navigationsgerät das ein oder andere Mal im Stich gelassen hat – wie übrigens auch Internet und Handynetz. Urlaub halt!
Die Besonderheiten der Tour: eine steile Leiter zum Aussichtpunkt, das Wanderheim „Dicke Eiche“, das Winterkirchl und zwei Pferde mit Wanderschuhen.

Einen Höhepunkt der Wanderwoche stellte für viele sicher der Dahner Felsenpfad dar. Spaß am Erklimmen von Felsen war dafür die Voraussetzung. Steile Aufstiege über Pfade und Leitern wurden immer wieder mit einem weiten Blick über den Pfälzerwald belohnt. Die Einsamkeit haben wir an diesem Tag allerdings vergeblich gesucht, denn den sonnigen Feiertag wollten noch andere in der Natur genießen. Für den letzten, völlig unerwarteten Anstieg mussten dann nochmal alle Kräfte mobilisiert werden.

Die abschließende Tour am Freitag verlief dagegen ziemlich eben, von Fischbach aus um die Wasgauer Seen. Noch einmal konnten wir dem eindrucksvollen Konzert der Frösche lauschen und uns an kühlen Quellen erfrischen. Der Wasserfall war wenig beeindruckend, aber an den Figuren des Skulpturenpfades hatten wir unseren Spaß. Ganz ohne Berg ging es natürlich nicht, der Lindelskopf musste erklommen werden.

Die Touren mit ca. 10 bis 20 km waren bei dem heißen Wetter gut zu schaffen, und wenn doch jemand nicht mehr mochte, war immer eine Abkürzung möglich. Als Alternative zu steilen Felsen lockte am Donnerstag das Waldfest in Hauenstein. Und ein Muss war natürlich auch die Schuhmeile, insbesondere, wenn die Wanderstiefel am Ende einer Tour auseinanderfielen.
Das Hotel überzeugte durch sein stimmiges Preis-Leistungsverhältnis und insbesondere durch sein Schwimmbad sowie die Sauna. Ob morgendliches Schwimmen oder eine Abkühlung am Nachmittag, fast alle von uns zog es in das kühle Nass.

Was bleibt noch zu sagen? Das Wetter war einmalig, die Stimmung gut, die Pfalz sehenswert und die Woche wie immer viel zu schnell vorbei!

Ein herzliches Dankeschön an unseren Wanderwart Dieter, der wieder einmal eine tolle Wanderwoche für uns organisiert hat!

Julia Lühnen