Spieler des Jahres im Verein des Jahrhunderts

Was für die meisten Sportler eine olympische Medaille oder ein Weltmeistertitel ist, ist für Volleyballer die Auszeichnung

Spieler des Jahres im Verein des Jahrhunderts

Seit dem Jahr 2008 wird dieser begehrte Pokal ausschließlich an Spieler der Herrenmannschaft des HTVs verliehen und es wird vermutet, dass etliche hervorragende Volleyballer nur deshalb den Weg zum HTV gefunden haben. Die Ernennung erfolgt seit Jahren nach strengen Vorgaben und der Sieger muss verschiedene Auswahlgremien durchlaufen. Verliehen wird der Pokal für besondere Leistungen im sportlichen und außersportlichen Bereichen. Wer einmal Spieler des Jahres war, hat es geschafft! Diese Auszeichnung kann man sich getrost in den Lebenslauf schreiben, falls man nicht auf ein Doktortitel verweisen kann.

Hier die erlesene Auswahl der Spieler des Jahres:


In den Jahren 2006-2009 galt die Volleyballmannschaft des HTVs als Fahrstuhlteam der Bezirksklasse und -liga. Ein ständiges Auf und Ab zeichnete das Team aus. 2008 war sportlich gesehen ein enttäuschendes Jahr, dass so recht keinen Spieler des Jahres verdient hatte. Also entschied sich die Expertenjury für den langjährigen Mannschaftskapitän, der seit der ersten Saison 2001/2002 das Team auf der Berg- und Talfahrt zusammen hielt. Ein Pokal war geboren. Und über die Auszeichnung qualifizierte sich Jochen prompt für das Amt des Kassenwarts beim HTV ein Jahr später. Wie gesagt, im Lebenslauf macht sich die Ernennung prima.


2009 erreichte das Team einen hervorragenden 2. Platz in der Bezirksklasse und stand in der Relegation um den Aufstieg in die Bezirksliga. Die Relegationsspiele fanden Ende April statt und leider vergaß man, das zeitgleich der Hamburger Marathon gelaufen wurde. Etliche Spieler sollten nicht rechtzeitig zu Spielbeginn erscheinen und daher musste Micha, der Trainer notgedrungen einspringen. Mit einer nahezu perfekten Leistungen im Hinterfeld rettete er dem HTV die Relegation, stellte die Weichen für den Aufstieg und belohnte sich und seine überragende Leistung mit der Trophäe „Spieler des Jahres“. Hätte Micha aber auch so gekriegt, weil er als Coach mit viel Geduld und Gelassenheit uns stets betreute.


Die Auszeichnung und die damit verbundene Reputation in der gesamten Volleyballwelt, sprach sich langsam, aber unaufhaltsam bei den Hamburger Vereinen herum. Eine schier endlose Zahl an Bewerbern musste der kleine HTV sichten und gegebenenfalls auch wieder ablehnen. Und nicht nur Bewerber, sondern auch Bewerberinnen zog die Ehrung „Spieler des Jahres“ an. Schließlich ist es Germo zu verdanken, der mit viel Fingerspitzengefühl und Engelsgeduld eine Damenmannschaft im HTV etablierte und somit eine neue Tür in der Geschichte der Volleyballabteilung aufstieß. Quasi nebenbei sicherte er noch mit seiner Leistung den Verbleib in der Bezirksliga. Ab jetzt sollte es nur noch bergauf gehen.


Und während andere Vereine vergeblich durch aufopfernde Jugendarbeit versuchten den Erwachsenenbreich zu stärken, entschied sich der HTV für eine friedfertige Kooperation mit der Bundeswehr. Über Micha (Spieler des Jahres 2009) kamen eine Vielzahl von Heckenschützen, Panzergrenadieren, Kampfpiloten, Sanitätern und Offizieren zum Probetraining. Klaus (der Rede nach professioneller österreichischer Volleyballbundesliga-Spieler, stach von Allen heraus: Spieler des Jahres 2011.


Jahres- und teamübergreifend vielleicht der einzige echte Volleyballer im HTV sorgte 2012 für eine phänomenale Saison der Herrenmannschaft. Vergeblich streckten sich die Gegner. Brian sorgte fast im Alleingang dafür, dass die Bezirksliga im Durchmarsch erobert wurde und die Spielzeit 2011/2012 mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Landesliga abgeschlossen wurde. Das sprach sich herum: etliche nationale und internationale Anfragen und Angebote gab es für unseren Rohdiamanten. Er blieb … bis er beruflich nach Bielefeld wechseln musste. Ein ganzer Stadtteil trauerte. Brian versprach wieder zu kommen. Wir warten. Was für ein großartiger Spieler!


„Das lange Elend aus dem Umland“ erlebte in der Spielzeit 2012/2013 einen unglaublichen (und nicht mehr vermuteten) Durchbruch. Unabhängig von der Spielposition (Mitte oder Außen) lehrte er den Mannschaften das Fürchten. Eiskalt – fast könnte man sagen humorlos – versenkt Hannes alles was in seiner Reichweite (Umkreis ca. 5,00m) ist. Einer der wenigen Spieler, die selbst von gegnerischen Trainern nach dem Spiel gelobt werden. Eben keiner, der fürs Publikum spielt … Darüber hinaus gibt es keinen besseren Mannschaftskassenwart!


Maaaaaaaaaaaaaaaaax springt hoch, schlägt den Ball, und wenn seine Mitspieler sich schon längst zusammen in der Mitte des Feldes über den gewonnenen Punkt freuen, landet er erst wieder. Es bleibt bis heute völlig unklar, was er die lange Zeit in der Luft noch so alles macht und denkt. Unser Sprungungeheuer schlug uns zum möglichen Aufstieg in die Verbandsliga, der aber bescheiden abgelehnt wurde. Max wurde anschließend für eine Rekordablösesumme nach China verliehen. Zum Glück kam er schnell wieder. Unser Max, der Erste (mittlerweile haben wir einen Zweiten) musste leider ebenfalls beruflich den Verein verlassen. Was für eine Tragödie.


Die vergangenen und überaus erfolgreichen 10 Jahre des HTVs sind eng mit dem Namen Matthias verbunden. Der erfahrene Hase sorgt in stürmischen Zeiten für Ruhe, Zuversicht und Ausgeglichenheit und die Auszeichnung zum „Spieler des Jahres“ ist insofern eine Ehrung für sein HTV-Lebenswerk. Wenn es nicht schon sein Beruf wäre, könnte man behaupten er sei der ‚heimliche‘ Architekt dieser Mannschaft. Falls er jemals aufhören sollte, müssen wir den Spielbetrieb leider auch einstellen. Zum Glück bleibt er bei uns. Hat schließlich ein Vertrag auf Lebenszeit.


Der „Bomber aus Grenada“ verzaubert die zahlreichen Zuschauer regelmäßig mit explosiven Angriffen über Außen. Während der gegnerische Block noch überlegt, wohin der Ball gestellt wird, hat Abreu bereits die Lücken in der Feldverteidigung ausgemacht und katapultiert die Kugel mit Gebrüll ins Loch der verdutzten Abwehrspieler. Neben dem Platz ist er quasi Trendsetter, was Fotos für Spielerpässe angeht. 2016 kam keiner an Abreu vorbei auch, weil er ganz nebenbei noch für den Nachwuchs im HTV gesorgt hat. Seit dem ist er im Vaterschutz. Dauert aber nicht mehr lang, dann heißt es wieder: „Wear it, like Harris!“


Mark ist ein Phänomen! Eigentlich hatte er sich 2015 aus dem aktuellen Spielbetrieb zurück gezogen. Jedoch war er weiterhin ein verlässlicher Ersatz, wenn wieder einmal die Hälfte der Mannschaft auf den x-ten 70. Geburtstag von Oma oder eben zu Freunden nach Mannheim fahren mussten. Und, als ob er nie weg gewesen ist, spielt er sich in die Herzen der Zuschauer, wobei er das Gerede von Trainingskonstanz ad absurdum erklärt. Schließlich haben wir es auch Mark zu verdanken, dass in der Saison 2016/2017 der sofortige Wiederaufstieg in die Landesliga gelang.


Nicht immer wird der Preis nur aufgrund herausragender Volleyballleistungen verliehen, sondern manchmal zählen auch weitere besondere Leistungen auf und neben dem Platz. In diesem Jahr war es denkbar knapp. Etliche Spieler hatten sich für die begehrte Trophäe empfohlen und deshalb mussten zusätzliche Kriterien gefunden werden, um den „König des HTVs“ zu bestimmen. Jonas war nicht nur ein verlässlicher Mitspieler der flexibel und unkompliziert die Mannschaft, auf verschiedenen Positionen verstärkte, sondern er ist auch maßgeblich an der Bereitstellung der Homepage von unserem HTV beteiligt. Problemlos, bereitwillig und geduldig hat er uns „Nicht-Technikern“ den Zugang in die weite digitale Welt eröffnet. Wenn wir Jones nicht hätten, dann müssten wir den Gewinner immer noch per Rauchzeichen kundtun.


Und im nächsten Jahr geht es weiter …