Normalerweise ist 13 Uhr ja eine wunderbare Zeit fĂŒr ein gepflegtes MittagsschlĂ€fchen. Nicht aber fĂŒr unsere HTV-Damen! Da ein Spiel verlegt werden musste, hieĂ es: Ab in die Sporthalle der Walddörfer. Die Vorzeichen standen allerdings eher auf âLazarettâ als auf âLeistungssportâ. Geplagt von der aktuellen Krankheitswelle schrumpfte unser Kader auf eine glorreiche Achter-Truppe zusammen. Aber hey, wer braucht schon eine volle Bank, wenn man Herz (und Ibuprofen) im Blut hat?
Spiel 1: Das âGWE-Gulaschâ
Unser erster Gegner hieĂ GWE. Und wie das bei uns Tradition ist, brauchten wir im ersten Satz erst einmal eine kleine AufwĂ€rmphase, um zu merken, dass wir tatsĂ€chlich auf einem Spielfeld stehen und nicht mehr beim gemĂŒtlichen Vormittagskaffee sitzen.
Doch dann platzte der Knoten: Anna spielte aufopferungsvoll im Zuspiel, als hĂ€tte sie nie etwas anderes gemacht. Laura und Tina hĂ€mmerten die BĂ€lle ins gegnerische Feld, dass die HallenwĂ€nde zitterten. Unsere AufschlĂ€ge waren so konstant wie die Hamburger Regenwahrscheinlichkeit â einfach verlĂ€sslich!
Das Ergebnis war deutlich: Den ersten Satz tĂŒteten wir mit 25:10 ein, den zweiten mit 25:15. Im dritten Satz packte GWE nochmal die Kampflust aus, aber wir hielten als Team dagegen. 3:0 Sieg!
Der Lohn der MĂŒhe: Relegation, wir kommen! đ„
Das Beste an diesem Sieg? Wir haben es geschafft! Die Relegation ist uns rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Wer hĂ€tte gedacht, dass wir das mit nur acht fitten (na ja, âhalbfittenâ) Spielerinnen klarmachen?
Aber wer uns kennt, weiĂ: Wir sind zwar platt, aber noch lange nicht satt. Die Relegation in der Tasche zu haben ist schön, aber beide Siege mit nach Hause zu nehmen, wĂ€re schöner. Die Motivation ist trotz schwerer Beine riesig!
Spiel 2: WSV-Wurstsalat.
Der Walddörfer SV steht auf Platz 5 der Tabelle â ein Gegner, der uns also auf Augenhöhe begegnete.
Satz 1: SouverÀn wie ein Fisch im Wasser
Im ersten Satz zeigten wir, warum wir zurecht da oben in der Tabelle stehen. Konzentriert, stark im Aufschlag und mit viel Druck im Angriff holten wir uns den Satz mit 25:14. Das sah doch schon mal gut aus!
Doch dann kippte das Spiel ein wenig. Die Walddörfer Damen erinnerten sich daran, dass sie zu Hause spielten und nicht kampflos aufgeben wollten. Sie drehten auf, und wir machten ein paar Fehler zu viel. Der zweite Satz ging an den WSV. Jetzt war Kampfgeist gefragt! Aber wir hatten ja noch ein paar Asse im Ărmel. Die Walddörferinnen hatten zwar ein paar gute Angriffe ĂŒber die Mitte, aber unsere Finja hielt dagegen. Mit ein paar super Blocks raubte sie dem Gegner den Nerv. Was Nadine als Libera da hinten alles rausholte, grenzte an Zauberei. Josi war zwar angeschlagen, aber das merkte man ihr nicht an. Sie flitzte ĂŒbers Feld, als gĂ€be es kein Morgen. Sabi und Franzi bewiesen, dass man nicht immer nur draufhauen muss. Sabis Angriffspritscher genau auf die Eins und Franzis gelegte BĂ€lle mit ganz viel Auge ins gegnerische Feld brachten wichtige Punkte.
Am Ende zahlte sich der Kampf aus. Wir gewannen den 3. und 4. Satz jeweils knapp und holten uns damit den Sieg! Was fĂŒr ein Spiel! Was fĂŒr eine Mannschaft!
Der verdiente Lohn: Sekt, Essen und pure Freude
Danach gab es kein Halten mehr! Der Sieg wurde gebĂŒhrend gefeiert. Der Sekt floss, und wir lieĂen den Abend bei einem gemeinsamen Essen ausklingen. Es war ein rundum schöner und erfolgreicher Spieltag, den wir so schnell nicht vergessen werden. Vielen Dank an unseren Trainer Mario, der auch in den hitzigsten Phasen einen kĂŒhlen Kopf bewahrte und uns immer wieder motivierte, an uns zu glauben. Ebenso vielen Dank an die UnterstĂŒtzung an der Seitenlinie, den Anfeuerungen von den Zuschauern und den ausgefallenen Spielerinnen.
Wir sind stolz auf uns, auf unsere Leistung und auf unseren Teamgeist. Die Relegation kann kommen! Wir sind bereit! đ„
